Mut heißt: Gesunde Grenzen setzen!

von 6. April 2020Allgemein, Kommunikation, Persönlichkeit

Lerne, wie du mithilfe von ein paar ‚Schildern‘ gesunde Grenzen setzen kannst.

Gesunde Grenzen sind wie Strassenschilder

Hast Du jemals über Straßenschilder und den Zweck, dem sie dienen, nachgedacht?

Manche Schilder geben uns Informationen darüber, wie wir uns in bestimmten Umgebungen verhalten sollen. Andere warnen uns vor drohenden Gefahren. Wieder andere informieren uns darüber, was streng verboten ist.

Schilder erinnern uns an die Regeln der Gesellschaft damit wir alle glücklich und sicher leben können.

Was hat ein Straßenschild mit mir zu tun?!

Straßenschilder sagen dir, wie Du dich in der Öffentlichkeit verhalten sollst, richtig?

Wenn Du gesunde Grenzen setzt, hilfst Du den Menschen, mit denen Du in Beziehung stehst, zu wissen, was DEINE Regeln sind! Dieses Stück wichtige Information hält sie davon ab, über Deine Grenzen hinauszugehen und Dich (oder sich selbst!) zu verletzen.

Wie setze ich gesunde Grenzen? Welche „Schilder“ gibt es denn?

Information:

So wie ein Picknicktisch signalisiert, dass es einen Platz zum Mittagessen gibt, kannst Du den Menschen auch Informationen über Dich selbst geben.

So könnte Deine Grenze aussehen:

  • An deinen Partner: ‚Hey, Liebling, ich hatte heute einen sehr anstrengenden Tag und brauche nur eine kleine Auszeit, bevor wir über dieses Thema sprechen.‘
  • An deinen Chef: ‚Wenn ich in der Besprechung abgelenkt wirke, liegt das einfach daran, dass ich mich heute nicht sehr gut fühle, aber ich möchte wirklich nichts verpassen.‘

Achtung:

So wie Dich ein Schild informiert, dass Du langsamer fahren und auf den Gegenverkehr achten musst, kannst Du den Leuten auch Vorwarnungen geben, wenn Du z.B. mehr Zeit brauchst.

So könnte Deine Grenze aussehen:

  • An deine beste Freundin: ‚Ich weiß, dass du mich brauchst, um eine Entscheidung über die Kleider für die Hochzeit zu treffen, aber ich habe einen wichtigen Termin bei der Arbeit und brauche noch etwas mehr Zeit. Ist das in Ordnung?‘
  • An deinen Partner: ‚Ich weiß, dass du bereit bist, das Haus zu kaufen, aber ich fühle mich immer noch unwohl wegen der Finanzierung. Können wir mit einer anderen Bank sprechen, bevor wir die endgültige Entscheidung treffen?‘

Grenze:

Grundstücksgrenzen signalisieren, wo das Eigentum des einen aufhört und das des anderen beginnt. Auch Du als Mensch hast ‚Grundstücksgrenzen‘, und kannst anderen auf verschiedene Weise zeigen, ‚wo Du anfängst und wo Du aufhörst‘:

So könnte Deine Grenze aussehen:

  • An einen Bekannten: ‚Ich weiß, dass du mir diese Geschichte über unseren Nachbarn wirklich gerne erzählen würdest, aber ich rede wirklich nicht gerne über andere, wenn sie nicht da sind.‘
  • An deinen Partner: ‚Nur weil du kein Problem mit Alkohol hast, heißt das nicht, dass ich kein Problem damit habe. Es ist wirklich schwer für mich, ein Maß zu finden, deshalb fange ich lieber nicht mit dem Trinken an.‘

Wenn/Dann:

Diese Art von Zeichen warnt Dich vor den Folgen bestimmter (verbotener) Handlungen und zeigt oft den Schaden, der entstehen kann, wenn Du dich nicht an die Regeln hältst. So kannst Du auch Menschen in Deinem Umfeld zeigen, dass ihr Verhalten womöglich (negative) Konsequenzen hat:

So könnte Deine Grenze aussehen:

  • An deine Eltern: ‚Mama, ich habe dir schon unzählige Male gesagt, dass ich nicht möchte, dass du unseren Kindern tonnenweise Süßigkeiten gibst, wenn sie dich besuchen, aber jedes Mal, wenn ich sie abholen komme, stehen sie unter Zuckerschock. Wenn du meine Wünsche nicht respektieren kannst, werden sie dich nicht mehr so oft besuchen können.‘
  • An deinen Chef: ‚Ich habe im letzten Monat Überstunden gemacht, und meine Gesundheit beginnt zu leiden. Ich habe Sie um Hilfe mit den Büchern gebeten, und wenn ich keine Unterstützung bekomme, brauche ich eine Beurlaubung, um ein Burnout zu vermeiden.‘

Eine respektvolle Gemeinschaft:

Manche Schilder zeigen die Verhaltensweisen an, die von jedem in einer Gesellschaft erwartet werden. Mit Deinen Worten kannst du sagen, was Du brauchst, um Deine Umgebung mehr zu genießen!

So könnte Deine Grenze aussehen:

  • An dein Kind: ‚Von nun an möchte ich, dass du die Schuhe JEDES Mal, wenn du ins Haus kommst, ausziehst.‘ (Dies könnte durch so gut wie jede Hausarbeit ersetzt werden!)
  • An deinen Kollegen: ‚Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie nach der Pause Ihr Geschirr in den Geschirrspüler stellen würden, damit ich später auf dem Tisch Platz für mein Mittagessen habe.‘

Während einige dieser Beispiele offensichtlich und einfach erscheinen, wärst du doch überrascht, wie viele Menschen nicht einmal in der Lage sind, selbst diese einfachsten Wünsche zu äußern und ‚ihre Schilder aufzustellen‘. Warum ist das so?

Mache was anders!

Wie würde das Leben aussehen, wenn Du dir erlauben würdest, ein paar „Schildern“ aufzustellen? Was würde sich konkret in Deinem Leben verändern? Unten habe ich eine Liste von Fragen, die Dir helfen sollen, über Deine (noch fehlende) Grenzen nachzudenken. Gerne können wir gemeinsam diese Fragen in einem kostenloses Erstgespräch auch angehen und einen Plan entwickeln, womit Du gesunde Grenzen setzen und verteidigen kannst!

Reflexionsfragen zum Thema Grenzen:

  • Wie oft mache ich mir Gedanken darüber, was andere Menschen denken?
  • Fühle ich mich schuldig, weil ich Dinge allein tun will?
  • Wann habe ich zuletzt zu jemandem Nein gesagt?
  • Wann habe ich das letzte Mal Ja zu etwas gesagt, das ich insgeheim nicht tun wollte?
  • Habe ich das Gefühl, dass ich Respekt verdiene, oder muss ich ihn mir verdienen, indem ich ’nett‘ bin?
  • Was sind die 5 Regeln, um mein Freund zu sein? Kann ich sie schnell und einfach aufzählen?
  • Wie lauten die 10 Dinge, die ich am liebsten mit meiner Zeit mache? Fallen sie mir schnell ein?
  • Was sind die 10 Dinge, die ich am liebsten tue? Habe ich überhaupt starke Gefühle für diese Dinge?
  • Wenn ich daran denke, ‚Nein‘ zu jemandem zu sagen, habe ich dann Angst? Oder fühle ich mich innerlich ruhig?

Wenn Du mehr über Grenzen erfahren willst, kann ich Dir mein Facebook-Live Session empfehlen!

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